HIMMEL OHNE GEDÄCHTNIS
Martin Bertelmann zeigt zwei kontrastreiche Schwarz-Weiß-Fotografien einer ruhigen, friedlich wirkenden Wolkenlandschaft. Die Aufnahmen entstanden am 1. Oktober 2024 während eines Fluges über den Irak, nur Stunden bevor Mittelstreckenraketen im Zuge einer erneuten Eskalation zwischen dem Iran und Israel ebenjenen Luftraum passierten. Der Himmel erscheint dabei als Raum grenzenloser Freiheit ohne Erinnerung — indifferent gegenüber den Ereignissen, die sich darunter abspielen. So wird „Himmel ohne Gedächtnis“ zum Ausgangspunkt einer Reflexion über die Gleichzeitigkeit von Schönheit und Bedrohung. Das Werk führt eindringlich vor Augen, wie fragil Frieden und Freiheit auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft sind.