Mobiles Projekt „Requiem für die Zukunft“ vorgestellt

Allgemein, WOD On Tour

Die Initiative #WOD – Weltoffenes Dresden hat am 31. Januar 2020 ihr neues gemeinsames Projekt #WOD on Tour „Requiem für die Zukunft“ vorgestellt

Vierzehn Tage lang kommt #WOD On Tour „Requiem für die Zukunft“ mit thematischen Stadtrundfahrten, einer mobilen Ausstellung und vielfältigen Sonderveranstaltungen zu den Dresdner*innen. Die Tourbus-Aktion wird von mehr als zwanzig Dresdner Kulturinstitutionen organisiert. Am 1. Februar 2020 um 12 Uhr starten die Touren.

Neben der fahrenden Ausstellung im weißen Tourbus und thematischen Stadtrundfahrten, Lesungen und Konzerten bietet #WOD On Tour „Requiem für die Zukunft“ ein vielfältiges Programm zu aktuellen Perspektiven des Gedenkens und Trauerns anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung Dresdens und des Kriegsendes 1945.

Zum Programm

Der #WOD-Tourbus ist ein Angebot an alle Bürger*innen, aktuelle Perspektiven des Gedenkens zu reflektieren und die Stadt als Ort des Austausches zu erleben. „Damit solche Taten aufhören“, so begründete Ibrahim Arslan, Überlebender der Brandanschläge von Mölln 1992 sein heutiges Engagement gegen Rassismus. Auch für die Zeitzeug*innen der Shoa steht die Sorge um die Zukunft immer mit im Vordergrund, wenn sie über die erlebten Schrecken ihrer persönlichen Vergangenheit sprechen.

Der Tourbus startet ab dem 1. Februar täglich an seinem zentralen Haltepunkt am Kulturpalast mit Stationen in verschiedenen Stadtteilen. Der Besuch wie auch alle Veranstaltungen und thematischen Rundfahrten sind kostenfrei.

#WOD on Tour „Requiem für die Zukunft“ wird gemeinsam organisiert durch den offenen Zusammenschluss Dresdner Kultureinrichtungen #WOD – Weltoffenes Dresden.

(Fotos: Sebastian Hoppe)

Tourplan #WOD On Tour: „Requiem für die Zukunft“

Allgemein, WOD On Tour

Programmflyer als PDF

Mit einer fahrenden Ausstellung, thematischen Stadtrundfahrten und einem vielfältigen Programm von Sonderveranstaltungen begeben sich die Dresdner Kulturinstitutionen vom 1. bis 15. Februar 2020 auf die Straße.

Zusätzlich zu thematischen Stadtrundfahrten, Lesungen und Konzerten (siehe Programm mit Terminübersicht) lädt der #WOD-Doppelstock-Bus mit offenen Türen, einer fahrenden Ausstellung und heißen Getränken zu Austausch und Begegnung ein. Wie das Gedenken an die Kriegszerstörung Dresdens von 1945 bis heute geformt wurde und welchen Einflüssen es unterlag, davon erzählt eine Medienstation von Memorare Pacem e. V. sowie die Videostaffel „Wie Geschichte gemacht wird“ von Dresdner Schüler*innen. Aus der Perspektive von Zeitzeug*innen und Nachgeborenen spiegelt der Film „Come Together“ (2012) die Entwicklung von Ereignissen und Erfahrungen rund um das Gedenken an den 13. Februar – ein emotionsgeladenes Netz politischer Kräfte vor und nach 1989. Die Aufarbeitung und Fragen des Gedenkens an rassistische Gewalt nach 1989 in Deutschland spiegelt eine Reihe von Videointerviews mit Betroffenen des NSU-Terrors unter dem Titel „Spot The Silence“. Der Kurzfilmbeitrag „Unter der Bildfläche“ des Filmfestes Dresden reflektiert hingegen die Abbildbarkeit von Erinnerung und Wirklichkeit der NSU-Morde sowie überholte Erscheinungen, die NPD und Verschwörungstheorien. Das Langzeitprojekt „21“ befragt Menschen an verschiedenen Orten nach ihren Erinnerungen an das Erwachsenwerden in dem Jahr, in dem sie 21 wurden, und verbindet damit verschiedene Generationen. Die Literaturauswahl wurde zusammengestellt vom Erich Kästner Haus für Literatur e.V.

Tourplan #WOD On Tour: „Requiem für die Zukunft“

Sonnabend, 1.2.2020

  • 12 bis 16 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 12 Uhr Eröffnung #WOD On Tour: „Requiem für die Zukunft“
  • 16 Uhr Bustour 1
    „Die Ostdeutschen als Avantgarde“ mit den Stadtforscher*innen Katja Manz und Dominik Intelmann
    Es gab eine Zeit, da galten „die Ostdeutschen“ als Avantgarde: Sie hatten die Brüche und Sinnkrisen durchlaufen, die anderen noch bevor stünden. Eine Rundfahrt auf performativer Spurensuche in Dresden zu den wechselvollen Narrativen der „Ostdeutschen“.
    etwa 2h – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast

Sonntag, 2.2.2020

  • 11 Uhr Bustour 2
    „Carpe Diem – zum Umgang mit Trauer“
    mit Eric Wrede, Bestatter und Autor des Buches „The End“
    Eine Rundfahrt in Dresden zum guten Umgang mit Trauer und Abschied.
    etwa 2h – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 13 bis 16 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 16 Uhr Bustour 1
    „Die Ostdeutschen als Avantgarde“ mit den Stadtforscher*innen Katja Manz und Dominik Intelmann
    Es gab eine Zeit, da galten „die Ostdeutschen“ als Avantgarde: Sie hatten die Brüche und Sinnkrisen durchlaufen, die anderen noch bevor stünden. Eine Rundfahrt auf performativer Spurensuche in Dresden zu den wechselvollen Narrativen der „Ostdeutschen“.
    etwa 2h – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast

Montag, 3.2.2020

  • 11 bis 15 Uhr Mommsenstraße, vor der Alten Mensa der TU Dresden
  • 17 bis 20 Uhr Militärhistorisches Museum Dresden
  • 18 Uhr Vortrag im Bus
    Jalta im Februar 1945: Befreiung Europas, Teilung der Welt?
    Ein Vortrag von Prof. Dr. Jost Dülffer zur historischen Tragweite der Jalta-Konferenz mit anschließender Podiumsdiskussion mit Dr. Armin Wagner, dem Direktor des Militärhistorischen Museum Dresden.

Dienstag, 4.2.2020

  • 10 bis 15 Uhr Berliner Straße, vor den WBS SCHULEN
  • 16 bis 18 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 18 Uhr Bustour 3
    „Rechte Räume in der Nachwendezeit“ mit Danilo Starosta, Kulturbüro Sachsen und Lüder Wilcke, Staatsschauspiel Dresden
    Eine Rundfahrt zu Orten und Schauplätzen rechter Gewalt nach 1989, u.a. anhand von Auszügen aus Peter Richters Buch „89/90“.
    etwa 2 Stunden – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast

Mittwoch, 5.2.2020

  • 9 bis 13 Uhr Königsbrücker Straße, vor dem Goethe-Institut
  • 14 bis 18 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 11 Uhr Gespräch im Bus
    Zur Ausstellung im Goethe-Institut: „Geboren nach 1989“ Der Mauerfall im Gedenken der Nachwendegeneration
  • jeweils 14 Uhr, 14:30 Uhr, 15 Uhr, 15:30 Uhr Lesung im Bus
    zu „Mein Kampf“ von George Tabori
    mit Ensemblemitgliedern des Staatsschauspiels Dresden und der Landesbühnen Sachsen

Donnerstag, 6.2.2020

  • 8 bis 13 Uhr Omsewitzer Ring, an der 138. Oberschule Gorbitz
  • 15 bis 18 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 18 Uhr Bustour 4
    „Wessen Erinnerung, wessen Gedenken“ mit Matthias Neutzner, MEMORARE PACEM. Gesellschaft für Friedenskultur e.V.
    Eine Rundfahrt zu Dresdner Orten, die von unterschiedlichen Perspektiven des Erinnerns und Gedenkens erzählen.
    etwa 2h – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

19.30 Uhr Theatervorstellung
„hell“
mit dem Tango/Theater offen und bunt & Freunden
Eine Performance mit Musik, die in Gefängnissen und Konzentrationslagern komponiert und gespielt wurde. Ein Projekt der Cellex-Stiftung.
Johannstadthalle, Eintritt frei

Freitag, 7.2.2020

  • 9 bis 15 Uhr Friedrich-Wieck-Straße, vor der Bäckerei Wippler
  • 16 bis 20 Uhr Karl-Liebknecht-Straße, vor dem Festspielhaus
  • 17 & 19 Uhr Lesung im Bus
    „Geschichte der Gartenstadt und des Festspielhauses im NS“ mit Claudia Dietze und Robert Badura
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

20 Uhr Theatervorstellung
„Ich werde nicht hassen“
nach dem Buch von Izzeldin Abuelaish, erster palästinensischer Arzt aus Gaza in einem israelischen Krankenhaus, der bei einem Raketenangriff drei Kinder verliert, sich aber nicht in die Spirale von Hass und Gewalt hineinziehen lässt. Inszeniert von Fanny Staffa, Ensemblemitglied des Staatsschauspiels, und gespielt von David Kosel.
Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden, Eintritt 13€/7€

Sonnabend, 8.2.2020

  • 12 bis 18 Uhr Alaunstraße, vor dem Kulturzentrum Scheune
    Offenes Programm am und im Bus
  • 13 Uhr Lesung im Bus
    „Schlachthof Nr.5“ von Kurt Vonnegut
    Es liest Thomas Stecher, Schauspieler
    Am Morgen des 14. Februar 1945 kriecht ein amerikanischer Kriegsgefangener aus dem Keller eines Schlachthauses in Dresden. Nicht nur die Stadt ist zerstört. Zerstört sind auch die Überlebenden. Einer der wichtigsten Antikriegsromane der Weltliteratur.
  • 15 Uhr Zeitzeugen-Gespräch im Bus
    Ein Erinnerungs-Gespräch mit dem Zeitzeugen Jürgen Dudeck und Michael Pietrusky vom Dresdner Sigus e.V.
    Jürgen Dudeck war in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 zehn Monate alt und erlebte selbige als Kleinkind. Er erlebte die Nachkriegsjahre als Trümmerkind und erzählt vom Umgang seiner Großeltern mit der Ausbombung ihrer Wohnung auf der Kurfürstenstraße (jetzt Hoyerswerdaer Str.). Nach dem Mauerbau trat Jürgen Dudeck der Jungen Gemeinde bei und enttrümmerte, organisiert von der Aktion Sühnezeichen, mit einer Gruppe junger Engländer das Diakonissenkrankenhaus. Er wird auch von Versöhnungsarbeit und seinen Erinnerungen an Lothar Kreyssig (Richter und gleichzeitig Oppositioneller und Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Gründer Aktion Sühnezeichen) berichten, sowie im Zwiegespräch mit Michael Pietrusky auf die Thematik Widerstand in Diktaturen und humanistisches Handeln eingehen.
  • 18 Uhr Bustour 4
    „Dresden im Februar: Woran erinnern wir?“
    mit Matthias Neutzner, MEMORARE PACEM. Gesellschaft für Friedenskultur e.V.
    Eine Rundfahrt zu Dresdner Orten, die von unterschiedlichen Perspektiven des Erinnerns und Gedenkens erzählen.
    etwa 2 Stunden – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast

Sonntag, 9.2.2020

  • 12 – 20 Uhr „#WOD: Requiem für die Lebenden“
    Ein Kolloquium zu aktuellen Perspektiven des Gedenkens und der Trauer
    Die Fürsorge für die Lebenden ist eines der wichtigsten Motive jeder Gedenkkultur. Das zweitägige Kolloquium dient der gemeinsamen Verständigung zu aktuellen Perspektiven des Gedenkens und der Trauer in Dresden, Europa und weltweit: Welche Rolle spielen konkrete Orte im Stadtraum? Kann eine Pluralität der Erinnerungen zu einer lebendigen Erinnerungskultur beitragen? Werden traditionelle Formen des Gedenkens durch neue lebendige Gedenkrituale ergänzt oder abgelöst? Welche Anlässe bedürfen heute des Gedenkens, um gemeinsam für eine bessere Zukunft zu sorgen und wie können Instrumentalisierungen verhindert werden?
    Busstationen: Heidefriedhof, riesa efau. Kultur Forum Dresden, Kunsthaus Dresden, Kleines Haus des Staatsschauspiel Dresden
    Nur mit Anmeldung (Anmeldung unter riesa-efau.de)!
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

19 Uhr Konzert
Paul Hoorn und das Paradiesorchester „Siamo tutti fratelli“
Menschen mit und ohne Flucht- oder Migrationserfahrungen spielen Musik aus der ganzen Welt: von Orient bis Okzident, vom Balkan bis nach Lateinamerika.
Societaetstheater, Eintritt frei

Montag, 10.02.2020

  • 12 bis 22 Uhr „#WOD: Requiem für die Lebenden“
    Ein Kolloquium zu aktuellen Perspektiven des Gedenkens und der Trauer
    Kleines Haus des Staatsschauspiel Dresden
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

*FÄLLT AUS*
20.30 Uhr
Konzert zum Abschluss des Kolloquiums „Requiem für die Lebenden“
Mariana Sadovska (Ukraine/Deutschland) „The Night is Just Beginning“
In einer einzigartigen musikalischen Verbindung aus traditionell interpretierten Volksliedern, elektronischen Sounds und Feldaufnahmen erzählt die ukrainische Musikerin Mariana Sadovska von ihren Begegnungen mit Menschen in der Kriegsregion des Donbass in der Ost-Ukraine.
Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden, Eintritt frei

Dienstag, 11.2.2020

  • 14 bis 18 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 14.30 bis 16 Uhr Meet & Read – Lesung In Memoriam memoriae
    Der Literaturclub Meet & Read liest Texte aus 75 Jahren: Beginnend mit Erich Kästners Kriegstagebuch Das Blaue Buch anlässlich der Kriegszerstörung Dresdens 1945 fragen die ausgewählten Texte nach Perspektiven des Gedenkens und Erinnerns in unserer heutigen Welt, sind augenzwinkernde Analysen des Jetzt und visionärer Blick in die Zukunft: In welcher Welt möchten wir leben?
  • 17 Uhr Vortrag im Bus
    „Stolpersteine digital“
    Ein europaweites Mitmachprojekt zur Erinnerungskultur, vorgestellt von der Sächsischen Bibliotheksgesellschaft SäBiG.
  • 18 Uhr Bustour 3
    „Rechte Räume in der Nachwendezeit“
    mit Danilo Starosta, Kulturbüro Sachsen und Lüder Wilcke, Staatsschauspiel Dresden
    Eine Rundfahrt zu Orten und Schauplätzen rechter Gewalt nach 1989, u.a. anhand von Auszügen aus Peter Richters Buch „89/90“.
    etwa 2 Stunden – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

19 bis 20.30 Uhr Lesung
„Über das Leben und Wirken von Victor Klemperer“
Lesung mit dem Schauspieler Lars Jung
Klemperer war ein Anatom der Sprache, seine Tagebücher machten ihn zum Zeitzeugen – am 11. Februar 2020 jährt sich sein Todestag zum 60. Mal. Er musste nach 1933 als „Nichtarier“ seine Lehrtätigkeit an der Dresdner Technischen Hochschule aufgeben und wurde mit dem Benutzungsverbot der Sächsischen Landesbibliothek belegt. In dem Buch „LTI“ (Lingua Tertii Imperii = Sprache des Dritten Reiches) beschreibt er die Verformung der Sprache in der deutschen Diktatur.
Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18

Mittwoch, 12.2.2020

  • 14 bis 19 Uhr Alaunstraße, vor dem Kulturzentrum Scheune
    Offenes Programm am und im Bus
  • 16.30 Uhr Lesung im Bus
    „Gegen den Hass“ von Carolin Emcke
    Es liest Anna-Katharina Muck, Schauspielerin und Ensemblemitglied des Staatsschauspiels Dresden
  • 18 Uhr Lesung im Bus
    Es liest die Autorin Heidrun Hannusch die wahre Geschichte zweier Dresdner Jüdinnen in England aus ihrem Buch „Todesstrafe für die Selbstmörderin“ und andere Geschichten.
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

19.30 Uhr Lesung
„Das Buch der verbrannten Bücher“
Es liest der Autor Volker Weidermann. Eine Veranstaltung im Rahmen von Edmund de Waals Projekt „Library of Exil“ – zu sehen im Japanischen Palais bis zum 16. Februar 2020.
Zentralbibliothek

Donnerstag, 13.2.2020

  • 10 bis 12.30 Uhr Heidefriedhof
  • 14 bis 19 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 15 Uhr Kunst im Öffentlichen Raum
    „Rolling Angels“
    Ausgestattet mit einer Klanginstallation des norwegischen Komponisten Geir Johnson mischen sich Engelsfiguren der dänisch-norwegischen Künstlerin Maret Benthe Norheim unter die Menschen.
  • 17 Uhr Versammlung
    „Menschenkette zum 13. Februar“
    Mit Ansprachen des Oberbürgermeister Dirk Hilbert und des Rektors der TU Dresden Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen.
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

19.30 Uhr Lesung
„LTI: Lingua Tertii Imperii“ von Victor Klemperer
Aus den die Sprache des Dritten Reiches untersuchenden Tagebüchern des in Dresden den Holocaust und die Luftangriffe überlebenden Victor Klemperer lesen Elias Baumann, Leo Goldberg und Birte Leest.
Schauspielhaus des Staatsschauspiels Dresden, Eintritt 11€

20 Uhr Konzert
Frittenbude
Kulturzentrum Scheune

20 Uhr Quizabend-Special zum 13. Februar
GrooveStation

Freitag, 14.2.2020

  • 12 bis 18 Uhr Schloßstraße, am Kulturpalast
  • 12 Uhr Musikalischer Beitrag im Bus
    „DE PROFUNDIS“
    Am Akkordeon spielt Ruslan Kratschkowski.
    Mit den Mitteln des Klangs überträgt die Komponistin Sofia Gubaidulina (*1931) in ihrem 1978 entstandenen Solostück ein Symbol des Lebens auf die Musik: den Atem.
  • 18 Uhr Bustour 5
    „Geschichten interkultureller Bestattungskultur“
    mit Tatjana Ahle, Kulturwissenschaftlerin Museum für Sepulkralkultur Kassel
    Gut ein Viertel der Gesellschaft in Deutschland hat einen Migrationshintergrund und über 300 religiöse Gemeinden sind hierzulande verzeichnet. Eine Rundfahrt zu verschiedenen und sich wandelnden Bestattungsformen und dem Umgang mit dem Tod in Dresden.
    etwa 2h – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:19.30 Uhr Lesung
    „LTI: Lingua Tertii Imperii“ von Victor Klemperer
    Aus den die Sprache des Dritten Reiches untersuchenden Tagebüchern des in Dresden den Holocaust und die Luftangriffe überlebenden Victor Klemperer lesen Elias Baumann, Leo Goldberg und Birte Leest.
    Schauspielhaus des Staatsschauspiels Dresden, Eintritt 11€
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

15 Uhr „Zu Tisch im Palais“
Gemeinsam Kochen und Essen ist Begegnung
In diesen Workshops werden die Besucher*innen eingeladen miteinander über Heimat und Gastfreundschaft zu sprechen sowie neue Zubereitungsformen und Bedeutungen verschiedener Lebensmittel kennenzulernen.
Treff: Palais Café, Japanisches Palais, Palaisplatz 11
Die Teilnahme ist kostenfrei.

18 Uhr „Verloren und (wieder)gefunden“
Eine Reflektion über Flucht und Rückkehr, Verlust und Restitution und die grenzübergreifende Rolle von Literatur
Ein Gespräch zwischen Edmund de Waal, Künstler und Autor, Nora Pester, Eigentümerin des jüdischen Verlagshauses Hentrich & Hentrich Leipzig/Berlin, und Gilbert Lupfer, Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste. Moderation: Léontine Meijer-van Mensch, Direktorin der Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut
Japanisches Palais, Palaisplatz 11
Die Teilnahme ist kostenfrei. Veranstaltung in englischer Sprache.

Samstag, 15.2.2020

  • 12 bis 15 Uhr Altmarkt
  • 15 Uhr Bustour 6
    „Gebäude auf dem rechten Fleck?“
    mit den Architekturhistorikern Torsten Birne und Martin Neubacher
    Gibt es „rechte Räume“ oder sind Räume weder rechts noch links? Eine Rundfahrt in Dresden zu Denkmal- und Rekonstruktionsdebatten zwischen Luftkriegsschule und Altmarkt.
    etwa 2h – Ausstieg Schloßstraße, am Kulturpalast
„Requiem für die Zukunft“ empfiehlt:

20 Uhr Theatervorstellung
„Ich werde nicht hassen“
nach dem Buch von Izzeldin Abuelaish, erster palästinensischer Arzt aus Gaza in einem israelischen Krankenhaus, der bei einem Raketenangriff drei Kinder verliert, sich aber nicht in die Spirale von Hass und Gewalt hineinziehen lässt. Inszeniert von Fanny Staffa, Ensemblemitglied des Staatsschauspiels, und gespielt von David Kosel.
Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden, Eintritt 13€/7€

Programmflyer als PDF

„Requiem für die Zukunft“ wird gemeinsam organisiert durch den offenen Zusammenschluss Dresdner Kultureinrichtungen #WOD – Weltoffenes Dresden.

Programm „Gemeinsam für Vielfalt!“ am 4.5.2019

Allgemein

Wir haben die Wahl. Für eine offene Gesellschaft, respektvolles Miteinander und die Freiheit der Kunst.
Sei dabei – am 4. Mai 2019 auf dem Postplatz mit Herz statt Hetze, #WOD, Tolerave e.V. und Parade der Vielfalt!

BÜHNENPROGRAMM
14 Uhr Landesbühnen Sachsen
FREIE RADIKALE
20minütiger Ausschnitt aus dem zweiteiligen Tanzabend von Wencke Kriemer de Matos und Fabio Liberti
Choreografie: Wencke Kriemer de Matos, Fabio Liberti
Ausstattung: Annett Hunger
Dramaturgie: Gisela Zürner
Was auch immer im Universum entsteht, ist dazu verurteilt wieder zu vergehen – Gesellschaftsformen ebenso wie das menschliche Leben jedes Einzelnen.
Fabio Liberti nähert sich in seiner Choreografie „Einblicke“ den Begriffen FREI und RADIKAL aus politischer Perspektive und untersucht bedrohliche Transformationsprozesse, die sich gegenwärtig in unserer Gesellschaft mit und durch uns vollziehen.
Wencke Kriemer de Matos dagegen betrachtet den individuellen „Lebensbogen“ eines Menschen und befasst sich in ihrer Arbeit „Kalpa“ mit dem so gern verdrängten Phänomen des Alterns, für das „Freie Radikale“ verantwortlich gemacht werden…

14:30 Uhr Semperoper Dresden
Mit Liedern aus ihren Heimatländern präsentieren sich Michal Doron, Mitglied des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden, und Joseph Dennis, Ensemblemitglied des Solistenensembles der Semperoper. Die israelische Mezzosopranistin und der amerikanische Tenor werden am Klavier von der amerikanischen Pianistin Ellen Rissinger begleitet.

14:50 Uhr Staatsoperette Dresden
Der Musical-Jugend-Chor der Staatsoperette Dresden (ein Kooperationsprojekt mit der Musical-Werkstatt Oh TÖNE) mit Songs aus 42. Street, Rent, Hamilton und The Greatest Showman.

15:15 Uhr Societaetstheater
Tobias Herzz Hallbauer: DER HIMMEL ÜBER BERLIN
Eine Theaterinstallation nach dem Film von Wim Wenders und dem Drehbuch von Peter Handke
Der Musiker performt Auszüge aus dem Film-Soundtrack, der hauptsächlich auf Kompositionen und Arrangements für Stimme und Loop-Maschine besteht. Neben seiner Stimme werden auch die Stimmen der Protagonisten und vieler befreundeter Mitwirkender zu hören sein, neben Eigenkompositionen ebenso Coverversionen von Stücken der Band Einstürzende Neubauten.

15:45 Uhr Kundgebung mit Herz statt Hetze, Tolerave e.V., Parade der Vielfalt und #WOD

JAHRMARKT
14:00 – 16:30 Uhr tjg. theater junge generation
Wie bin ich anders? Bastelangebot mit Masken, die dich bunt, anders, vielfältig aussehen lassen.
Wie schmeckt Europa? Das tjg. kommt mit seinem Zuckerwattestand.
Was heißt das bloß? Interaktives Memoryspiel zur Vielfalt von Sprachen.

Societaetstheater
Julia Amme (Theater La Lune): HOCHINAUS – Dem Riesen auf der Spur. Ein Projekt mit und für die Bewohner von Prohlis.
Der begrünte Innenhof des Prohliser Wohnblocks Mareicke ist zentraler Treffpunkt für viele kinderreiche Familien in benachteiligten Lebenssituationen. Ein Künstlerteam wird hier mehrere Monate gemeinsam mit den Prohliser Bewohnern in verschiedenen Werkstätten proben. Bei der Aufführung werden Szenen, Objekttheater und Installationen am Fenster, auf dem Balkon, im Keller, am Wohnzimmertisch, im Innenhof und dem Jugendhaus Mareicke gezeigt. Auf dem Postplatz stellt sich das Team mit den ersten Ergebnissen der Ermittlung vor.

Staatschauspiel Dresden
#wasfehltdir
Misch Dich ein! Gestalte Vielfalt mit! Halte Deine Ideen für ein weltoffenes Dresden in unserem Ideenparcours fest!
Ob Kreide, Kleber, Kiste – es wird bunt durch Dich und Deine Ideen.

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste
HELLERAU im Zentrum! Wir laden Sie ein, in gemütlicher Runde auf dem Postplatz die bunte Stimmung des Kulturgartens HELLERAU mit Saatgutbomben zum Mitnehmen zu genießen, die Atmosphäre des Wohnzimmers des Festspielhauses Hellerau – den Dalcroze-Saal – zu erleben und sich von weiteren Programmpunkten überraschen zu lassen.

OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Daniel Chluba ist Künstler zur OSTRALE Biennale 2019 und bietet die Aktion „Kooperativ Demo Schilder“ an: Es stehen 23 leere, rote Demoschilder zur Verfügung, die von bis zu vier Personen gemeinsam gestaltet und getragen werden. Ziel der Aktion sind der Austausch und das Miteinander: Auf was einigen wir uns? Wo liegen unsere Differenzen? Wie kompromissfähig sind wir?

Deutsches Hygiene-Museum
Das Deutsche Hygiene-Museum lädt dazu ein, beherzt an einem Glücksrad zu drehen. Zufällig ermittelte Fragen verwickeln Passanten und Mitarbeiter*innen des Museums ins Gespräch: Was wählen wir eigentlich, wenn wir die Wahl haben? Liegt Dresden an der Elbe oder in Europa? Für welche Werte steht das heutige Europa? Was dürfen, was müssen wir von einer Politik der Zukunft erwarten?

Montagscafé – ein Projekt der Bürgerbühne und riesa efau Kultur Forum Dresden e.V.
SIEBDRUCKEN / SCREENPRINTING FÜR ALLE
Das Montagscafé und RIESA EFAU drucken mit euch politisch-korrekte Motive auf Shirts, Taschen und allem, was geht. Bringt gern auch eure eigenen Textilprodukte zum Bedrucken mit – wir freuen uns auf euch!

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Aktionstag „Gemeinsam für Vielfalt!“ am 4.5.2019 in Dresden

Allgemein

Herz statt Hetze, #WOD (Weltoffenes Dresden), der Tolerave e.V. und die Parade der Vielfalt laden zusammen zu einem Aktionstag „Gemeinsam für Vielfalt!“ am 4.5. ein

Zum Auftakt des von der Kommunal- und Europawahl geprägten Monats und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts setzt das Viererbündnis gemeinsam mit allen beherzten Dresdner*innen ein positives Zeichen für eine offene Gesellschaft, respektvolles Miteinander und die Freiheit der Kunst.
Um 14 Uhr starten sowohl die Tolerade am Bahnhof Neustadt, die Parade der Vielfalt am Hauptbahnhof sowie ein Bühnenprogramm und ein interaktiver Jahrmarkt der Vielfalt auf dem Postplatz unter Beteiligung zahlreicher Dresdner Kultureinrichtungen und -vereine.
Höhepunkt des Tages ist das Zusammenkommen auf dem Postplatz mit einer gemeinsamen Kundgebung um 15.45 Uhr.
Das von #WOD organisierte Bühnenprogramm und der Jahrmarkt der Vielfalt beinhalten unter anderem eine mobile Siebdruckwerkstatt, Kunstseecontainer, Tischtheater und Vielfaltsmasken zum Selberbasteln. Außerdem werden etwa Auszüge aus dem Bühnenprogramm „Himmel über Berlin“ und dem Tanztheater „Freie Radikale“ präsentiert, Künstler*innen singen Lieder aus ihrer Heimat und auch der Bürgerchor aus „Blaues Wunder“ tritt erneut auf die Bühne.

Die Tolerade ist eine Musikparade, die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet. Sie wird vom Tolerave e.V., einem Netzwerk aus Akteur*innen der Dresdner Club- und elektronischen Musikkultur, organisiert. Gemeinsam mit rund 80 unterstützenden Vereinen und Initiativen werden mehr als 15 LKW gestaltet, die auf ihrem Weg durch die Stadt mit klaren Botschaften und Musik tausende Menschen zusammenbringen.

Die Parade der Vielfalt 10.0 startet indes um 14 Uhr vom Hauptbahnhof, um laut, bunt und vielfältig mitten durch die Stadt zu ziehen. Begleitet von den Trommler*innen von ‚Samba Universo‘, demonstriert die Parade der Vielfalt für die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen, für Chancengleichheit, Barrierefreiheit und vor allem für eine inklusive Gesellschaft. Bereits zum zehnten Mal findet die Aktion zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. Der diesjährige Schirmherr Oberbürgermeister Dirk Hilbert wird am Kulturpalast ein Grußwort sprechen, bevor die Parade am Postplatz in die Tolerade mündet.

Nach Abschluss der Kundgebung auf dem Postplatz setzt die Tolerade ihren Weg durch die Innenstadt (Pirnaischer Platz) und die Neustadt (Albertplatz, Alaunpark) fort. Gefeiert wird anschließend im ganzen Industriegebiet: Die Aftershowparty findet in 5 verschiedenen Locations (Sektor Evolution, objekt klein a, Tante JU, TBA und Club Paula) statt, rund 50 Künstler*innen sorgen für ein breit gefächertes Musikprogramm. Die Gewinne werden gespendet.

Alle Bürger*innen sind herzlich eingeladen, sich der einen oder anderen Parade anzuschließen oder direkt zum Postplatz zu kommen.

Am vielfältigen, familientauglichen Bühnen- und Jahrmarktsprogramm auf dem Postplatz (ab 14 Uhr) beteiligen sich Akteur*innen und Künstler*innen unter anderem des Deutschen Hygiene-Museums, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, der Landesbühnen Sachsen, der Ostrale, des riesa efau, der Semperoper, des Societaetstheaters, der Staatsoperette, des Staatsschauspiels, des tjg. theater junge generation sowie des Verkehrsmuseums Dresden.

Gemeinsam für Vielfalt!
Wir haben die Wahl. Für eine offene Gesellschaft, respektvolles Miteinander und die Freiheit der Kunst. Sei dabei – am 4. Mai 2019 auf dem Postplatz mit Herz statt Hetze, #WOD, Tolerave e.V. und Parade der Vielfalt!

Ablauf
14 Uhr, Bahnhof Neustadt, Start Tolerade
14 Uhr, Hauptbahnhof, Start Parade der Vielfalt
14 Uhr, Postplatz, Start Bühnenprogramm und Jahrmarkt der Vielfalt
14.30 Uhr, Platz vor dem Kulturpalast, Grußwort Oberbürgermeister Parade der Vielfalt
15.45 Uhr, Zusammentreffen aller Beteiligten auf dem Postplatz + Kundgebung Herz statt Hetze
Anschließend Fortsetzung Tolerade.

Pressekontakte/Ansprechpartner
Herz statt Hetze
Rita Kunert
herzstatthetze@posteo.de
Tel. 0179-3179562
Herz statt Hetze

#WOD (Weltoffenes Dresden)
Gertrud Aringer, Staatsschauspiel Dresden
gertrud.aringer@staatsschauspiel-dresden.de
Tel. 0351-4913755
&
Norbert Seidel, tjg. theater junge generation
norbert.seidel@tjg-dresden.de
Tel. 0351-32042725

Tolerave e.V.
Lennart Happe
presse@tolerave.de
Tolerave

Parade der Vielfalt
Anja Reger
info@lebenskuenstler-dresden.de
Tel. 0351-65572960
Parade der Vielfalt

Dresdner Erklärung der Vielen

Allgemein

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt.

Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. Kunst wurde als „entartet“ diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs, die urbanen und ländlichen Orte der Kultur als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n! Der Boden, auf dem wir gemeinsam stehen, ist das Grundgesetz.

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne und ins Programm eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur. Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

In unserem Bundesland Sachsen arbeiten Pegida, Identitäre Bewegung und AfD Hand in Hand und polemisieren gegen die demokratische weltoffene Gesellschaft. Dem stellen wir uns entgegen.

Wir als Unterzeichnende der Dresdner Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

· Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen und kritischen Dialog über rechtspopulistische Strategien, die demokratische Grundwerte untergraben. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere demokratische Gesellschaft fortzuentwickeln.
· Alle Unterzeichnenden fördern im Sinne der Demokratie Debatten, bieten aber keine Foren für Propaganda jeder Art.
· Wir wehren die Versuche der Rechtspopulisten ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
· Wir solidarisieren uns mit Menschen, die durch eine rechtspopulistische Politik an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Es geht um uns Alle. Daher: Kunst für Demokratie!

Liste der Erstunterzeichner*innen
AuditivVokal Dresden
Agentur Kulturperlen Dresden
Atticus e.V.
Comödie Dresden
DAVE Deutsches Hygiene-Museum
Dresdens Kabarett-Theater Die Herkuleskeule GmbH
Dresdner Comedy & Theater Club
Jacopo Godani – Dresden Frankfurt Dance Company
Dresdner Geschichtsverein e.V.
Dresdner Hofmusik e. V.
Dresdner Musikfestspiele
Dresdner Philharmonie
Filmfest Dresden
Folkloretanzensemble „Thea Maass“ der TU Dresden
Eigenbetrieb Heinrich-Schütz-Konservatorium der Landeshauptstadt Dresden
Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Iris Meusemann – Büro für Kulturvermittlung
Jüdische Musik- und Theaterwoche DresdenJ
Künstlerbund Dresden e.V.
Künstlervereinigung Blaue Fabrik e.V.
Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Kunstverein Dresden e.V.
Kustodie der TU Dresden mit der Altana Galerie im Görges-Bau
Landesbühnen Sachsen
Literaturhaus Villa Augustin
Museen der Stadt Dresden
1001 Märchen in der Yenidze
Objektiv e.V.
OSTRALE Dresden
projekttheater dresden e.V.
Riesa efau. Kultur Forum Dresden
scheune e.V.
Semperoper Dresden
Societaetstheater
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Staatsschauspiel Dresden
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH
Staatsoperette Dresden
Stadtteilhaus Dresden-Äußere Neustadt
Stiftung Frauenkirche Dresden
Tanzbühne Dresden e.V.
Theaterhaus Rudi
Theaterkahn – Dresdner Brettl
tjg. theater junge generation Staatsschauspiel Dresden
tristan ManagementProductionEvent
Urge to Move – Drum and Bass
Verkehrsmuseum Dresden
Villa Wigman für TANZ e.V.

(Foto: Sebastian Hoppe)